Content Marketing – Dadurch zeichnen sich gute Texte aus

Die Zeiten in denen Pressemitteilungen und Newsletter nichts weiter als hochtrabende Texte voller Werbefloskeln waren und Blogartikel ausschließlich aus SEO-Gründen verfasst wurden, sind zum Glück längst vorbei. Die meisten Unternehmen haben inzwischen erkannt, dass gute Texte ihren Lesern einen Mehrwert bieten müssen. Auch im Hinblick auf das Suchmaschinen-Ranking kommen Firmen an qualitativ hochwertigem Content nicht vorbei. Denn insbesondere Google steckt viel Energie in die Analyse und Bewertung von Websites und deren Texten.

Goldene Regeln für gute Texte

Doch woran erkennt man gute Texte beziehungsweise was zeichnet sie aus? Hier ist eine Zusammenfassung aller wichtigen Kriterien, die beim Content Marketing berücksichtigt werden sollten.

Keine Rechtschreibfehler

Eigentlich spricht dieser Punkt ja bereits für sich und sollte eine Selbstverständlichkeit sein – ist er aber häufig nicht. Selbst in den Artikeln von etablierten Zeitungen stolpert man immer wieder über den einen oder anderen Buchstabensalat wie grammatikalische Fehler, falsche Kommasetzung, die Doppelung von Wörtern und andere Fauxpas. Ein erster Indikator für einen guten Text ist daher, dass er orthografisch korrekt ist.

Journalistische Grundlagen

Es gibt eine Reihe von journalistischen Grundlagen, die jeder gute Redakteur oder Texter beherrschen sollte. So gilt beispielsweise als Faustregel beim Schreiben von Zahlen, dass Zahlen zwischen eins und zwölf ausgeschrieben werden müssen. Ab 13 werden sie hingegen als Zahl geschrieben. Journalistisch korrekt ist es auch, dass Abkürzungen (dt., z. B., Mio., …)  in Texten vermieden werden. Stattdessen werden sie immer ausgeschrieben (deutsch, zum Beispiel, Million, …). Abkürzungen wie „usw.“ und „etc.“ haben generell nichts in Pressetexten zu suchen.

Klar strukturiert

Gute Texte sind klar strukturiert und besitzen einen roten Faden. Die Gliederung dient nicht nur dem Leser als Orientierungshilfe, sondern auch dem Autor. Durch eine vorab erstellte Struktur spart er sich häufiges Umschreiben und zahlreiche Korrekturschleifen – wofür ihm am Ende auch sein Auftraggeber danken wird. Es gibt verschiedene Möglichkeiten Texte zu strukturieren, beispielsweise chronologisch, hierarchisch, sachlogisch und argumentativ. Mit Zwischenüberschriften wird dem Leser außerdem eine schnelle Orientierung über den Inhalt geboten.

Gute Lesbarkeit

Ob ein Text gut zu lesen ist, fängt bereits bei der Wortwahl an. Wörter sollten kurz und prägnant sein. Unnötige Anglizismen sowie Fremd- und Fachwörter sollten nach Möglichkeit vermieden oder nur dann genutzt werden, wenn sie geläufig sind. Ist kein Verzicht möglich, sollten die Fremdwörter erklärt werden. Je kürzer und unkomplizierter die Sätze sind, desto verständlicher ist der Text. Unendlich lange Schachtelsätze sind der Feind eines jeden guten Texters. Als Faustregel gilt: Lieber unkompliziert und einfach statt komplex.

Lebendige Sprache

Eine klare und aktive Sprache lebt von einfachen Wörtern aus der Alltagssprache, Vergleichen, Metaphern und Adjektiven. Sie trägt dazu bei, dass ein Text gerne gelesen wird. Bei einem lebendigen Schreibstil gilt es, den sperrigen Nominalstil zu vermeiden und Dinge mit Verben anstelle von Substantiven auszudrücken. Ein gelungener Text erzeugt Bilder im Kopf des Lesers und berührt ihn emotional. Ein guter Texter schreibt nicht von einem Kribbeln im Bauch. Bei ihm tanzen die Schmetterlinge im Bauch Cha-Cha-Cha.

Mehrwert bieten

Ist ein Text informativ oder unterhaltsam? Bietet er dem Leser einen Mehrwert? Egal, ob Fachartikel oder WhitePaper – wer seine Leser begeistern will, muss ihm etwas Neues erzählen. Deswegen sollten Texte einzigartig sein und Inhalte zu aktuellen oder für den Leser relevanten Inhalten bieten. Doch nur wer seine Zielgruppe kennt, kann für sie auch passgenauen Content erstellen. Personas gehören daher zu einer guten Content-Strategie und machen die Zielgruppe für den Texter greifbarer. Sie helfen ihm auch dabei, den richtigen Ton bei der Leseransprache zu treffen.

Crossmedial denken

Beim Content Marketing geht es darum, bestehende Inhalte crossmedial aufzubereiten und über verschiedene digitale Kanäle an die gewünschte Zielgruppe zu verteilen. So kann ein Blogartikel beispielsweise auf Facebook gepostet oder über Twitter verbreitet werden. Ein guter Texter berücksichtigt das crossmediale Arbeiten bei der Erstellung von Publikationen. Im besten Fall ist er sogar in der Lage, die entsprechenden Formate selbst aufzubereiten.

Keywords verwenden

Natürlich wünscht sich jeder, dass seine Website und andere Inhalte ganz weit oben bei Google ranken. Dazu ist es notwendig Keywords zu verwenden, durch die der Leser auf den Inhalt aufmerksam gemacht wird. Anders als früher werden Texte aber nicht mehr ausschließlich mit immer demselben Keyword auf SEO-Tauglichkeit getrimmt. Deswegen enthalten qualitativ hochwertige Inhalte neben dem Hauptkeyword auch Synonyme und Nebenbegriffe sowie verwandte Keywords.

W-Fragen beantworten

Sind alle Fragen nach dem Lesen eines Textes geklärt? Ein ordentlicher Beitrag beantwortet die journalistischen W-Fragen. Er ist zudem gut recherchiert, belegt seine Thesen mit Fakten und benennt seine Quellen.

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